Burn Out

4.1.1 Alltagsproblematik und Stress

Dass der Mensch nicht nur Körper sondern auch Geist und Seele besitzt, untermauert eine Studie, in der festgestellt wurde, dass die Zahl der psychiatrischen Krankenstandfälle in Österreich in den Jahren 2007 bis 2010 von 60.378 auf 74.313 gestiegen ist.

Fakt ist, dass Gesundheitsstörungen oft unmittelbar mit den stetigen Veränderungen des heutigen modernen Lebensstils zusammenhängen und sowohl durch akute Stressfaktoren, z.B. momentane Reizüberflutung, als auch durch chronische Stressfaktoren, also eine Reizüberflutung über einen längeren Zeitraum, hervorgerufen werden.

Chronische Stressfaktoren sind z.B.:

  • Bewegungsmangel
  • Fehlernährung
  • Alkohol-/Drogenmissbrauch
  • Übermäßiger TV-/Internet-Konsum
  • Umweltbelastung
  • Überforderung in Schule, Beruf, Familie und Freizeit
  • Existenzielle Belastung

 Diese Stressfaktoren können sich auf den menschlichen Körper wie folgt auswirken:

  • Leistungsabfall
  • Innere Unruhe
  • Essstörungen (z.B. Adipositas-Fettleibigkeit, Magersucht)
  • Ängste und Depression
  • Vegetative Phänomene (Bluthochdruck, Herzrasen, Schwitzen,…)
  • Burn-out

Auszug aus dem Interview mit Herrn Mag. Reinhard Garger, Militärpsychologe, vom 20. Dez. 2012.

Welche psychischen Auswirkungen können Kinder zukünftig betreffen, wenn ein Elternteil an einem Burn-out-Syndrom leidet und wie sollte mit dieser Situation im familiären sowie privaten Umfeld umgegangen werden?

Erstens: Aufgrund von Vernachlässigung im familiären Bereich und fehlender Anerkennung suchen Kinder und Jugendliche oft einen Ersatz. Folge daraus: Anschluss an Bandenoder die Kinder und Jugendliche finden durch Mutproben die nötige Anerkennung und werden dadurchselbstbewusster. Die Familie wird nicht mehr als Rückhalt gesehen, nur die sogenannten „neuen“ Freunde.